Laut Symantec, einem der größten Unternehmen für Cybersicherheit, und deren jüngst veröffentlichten Studie „Internet Security Threat Report“ sind im Jahr 2015 über eine halbe Milliarde Datensätze mit personenbezogenen Daten gestohlen oder „verloren gegangenen“. Symantec entdeckte im Jahr 2015 mehr als 430 Millionen Malware Schadprogramme. Das bedeutet einen Anstieg um 36 % gegenüber des Vorjahrs.

Cybercrime noch immer wachsend

Datenschutzpannen und Hackerangriffe sind nichts Besonderes mehr (z.B. Panama Papers, der Hack des Seitensprungportals Ashley Madison oder das Infizieren von zahlreichen Apps mit Malware durch die Software XcodeGhost). Laut dem Security Report agieren kriminelle Hacker immer effektiver und gehen flexibler auf neue Sicherheitsmechanismen ein. Sie ahmen unternehmerische Strukturen nach, tarnen sich und fälschen Identitäten. Außerdem hat sich die Ausnutzung von sog. „Zero-Day-Exploits“, also Sicherheitslücken, die bereits vor dem ersten Patch bestehen, im Vergleich zu den Vorjahren verdoppelt.

Symantec identifizert in der Studie folgendes im Bereich Cybercrime:

  • 2015 wurden jede Woche eine neue „Zero-Day“ Lücke entdeckt
  • Über eine halbe Milliarde Datensätze wurden in 2015 „verloren“ oder wurden gestohlen
  • Sicherheitslücken auf 3 von 4 Websites stellen für alle User ein hohes Risiko dar
  • „Spear-Phishing-Attacken“ auf Arbeitnehmer nehmen um 55 Prozent zu
  • Ransomware-Vorfälle steigen um 35 Prozent